Die Pelzerwerkstatt ist im Rahmen der Langen Nacht der Museen und zum Tag des Offenen Denkmals zu besichtigen.
Sonderöffnungstermine werden aktuell bekannt gegeben.
Die Pelzer-Werkstatt ist das kleinste Museum im Verband der Städtischen Museen Jena. Der Besucher kann im Museum eine authentische Werkstatt aus der ersten Hälfte des 20 Jahrhunderts erleben, in der bis zu ihrer Stilllegung aus wirtschaftlichen Gründen im Jahr 1992 gearbeitet wurde.
Aus der Firma Gebr. Pelzer, die seit 1828 eine Maschinenschlosserei in der Wagnergasse 8 betrieb, entstand 1908 die Firma Franz Pelzer in der Fischergasse 1. Die Werkstatt führte alle mit der Metallbranche in Verbindung stehenden Instandsetzungen aus, z.B. an Fleischereianlagen, Druck und landwirtschaftlichen Maschinen. Bis zu ihrer Schließung arbeitete die Werkstatt häufig mit der Firma Carl Zeiss in Jena zusammen. Außerdem erhielt die Werkstatt ein Patent für einen Bratwurstrost. Nach dem 2. Weltkrieg wurde der Betrieb 1947 wieder aufgenommen.
Nach der Schließung der Werkstatt im Jahr 1992 fand sich bald ein Käufer für die historischen Räume: Die JENOPTIK GmbH erwarb das Objekt und übereignete es der Stadt Jena, welche 1993 die Schlosserei als technisches Denkmal wiedereröffnete.
Die bis heute original erhaltene Werkstatt wird durch ein Transmissionssystem betrieben, wobei wahlweise bis zu sechs Maschinenkomponenten an einer Hauptantriebswelle zu- und abschaltbar sind. Die Wasserversorgung von Werkstatt und Wohnhaus erfolgte über einen Brunnen im Hof, der durch eine Pumpe mit Hilfe dieses Transmissionssystems betrieben wurde. Die Transmission erfolgt über einen Flachriemen, der Lagerwerkstoff der Originallager ist Bronze.