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Erstcheck zu NS-verfolgungsbedingt entzogenem Kulturgut im Stadtmuseum Jena abgeschlossen

Hände mit weißen Handschuhen halten ein altes Buch aufgeschlagen  ©Stadtmuseum Jena
Alter Porzellan Puppenkopf, farbig gefasst  ©Stadtmuseum Jena

Keine eindeutig unrechtmäßig erworbenen Objekte identifiziert – weitere Untersuchungen geplant

Dr. Conny Dietrich, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Koordinierungsstelle Provenienzforschung im Museumsverband Thüringen, Prof. Dr. Timo Mappes, Vizepräsident Museumsverband Thüringen, Dr. Kristin Knebel, Leiterin der Städtischen Museen Jena Dr. Conny Dietrich, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Koordinierungsstelle Provenienzforschung im Museumsverband Thüringen, Prof. Dr. Timo Mappes, Vizepräsident Museumsverband Thüringen, Dr. Kristin Knebel, Leiterin der Städtischen Museen Jena ©Stadtmuseum Jena

Die Städtischen Museen Jena haben in Kooperation mit dem Museumsverband Thüringen e. V. (MVT) im Jahr 2025/26 einen Erstcheck zu NS-verfolgungsbedingt entzogenem Kunst- und Kulturgut in der stadtgeschichtlichen Sammlung des Stadtmuseums durchgeführt. Provenienzforschung untersucht die Herkunft von Kulturgütern und trägt dazu bei, die Sammlungs- und Museumsgeschichte zu klären sowie Transparenz über Eigentumsverhältnisse herzustellen.

Der Erstcheck wurde von Dr. Conny Dietrich, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Koordinierungsstelle Provenienzforschung beim MVT, durchgeführt. Ziel war es zu klären, ob sich im heutigen Sammlungsbestand Verdachtsfälle auf Kulturgutentzug infolge nationalsozialistischer Verfolgung befinden. Die Untersuchung knüpfte an das 2018 abgeschlossene, vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste finanzierte Provenienzforschungsprojekt der Kunstsammlung Jena an, das in einzelnen Fällen den Erwerb von NS-Raubgut nachweisen konnte.

Die stadtgeschichtliche Sammlung ist durch erhebliche Verluste infolge der Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg geprägt. Aus dem Erwerbungszeitraum von 1933 bis 1945 haben sich lediglich 279 Objekte erhalten, deren Provenienzen im Rahmen des Erstchecks soweit möglich überprüft wurden. Im Ergebnis konnten unter den heute noch vorhandenen Objekten keine identifiziert werden, die mit Sicherheit unrechtmäßig erworben wurden. Zudem konnten in den gesichteten schriftlichen Quellen keine Hinweise darauf gefunden werden, dass städtische Behörden Raubgut an das Stadtmuseum abgaben. Aufgrund der lückenhaften Quellenlage, insbesondere ab 1937, lassen sich jedoch für viele Objekte keine eindeutigen Aussagen zur Herkunft treffen.

Gleichwohl bleibt festzuhalten, dass das Stadtmuseum in der NS-Zeit Werke von Kunsthandlungen erwarb, die mit NS-Raubkunst handelten. Im Rahmen der Untersuchung wurden einige wenige möglicherweise problematische Zugänge identifiziert, deren Herkunft weiter erforscht werden soll. Zugleich konnten einzelne bislang ungeklärte Provenienzen geklärt werden.

Für den Erstcheck wurden unter anderem Inventarbücher, Akten des städtischen Kulturamtes, Personalunterlagen sowie zeitgenössische Tageszeitungen ausgewertet. Ergänzend wurden Sekundärliteratur zur Museums- und Sammlungsgeschichte sowie Publikationen zur jüdischen Geschichte Jenas und Thüringens herangezogen.

„Der Erstcheck hat für uns wesentliche Erkenntnisse zur Herkunft der Bestände erbracht. Zugleich wird deutlich, dass weiterer Forschungsbedarf besteht“, sagt Dr. Kristin Knebel, Direktorin der Städtischen Museen Jena. „In den kommenden Jahren werden sich die Museen verstärkt der Untersuchung von Erwerbungen aus der Zeit der Sowjetischen Besatzungszone sowie der DDR widmen. Ziel ist es dabei, Transparenz zu schaffen, mögliche Entziehungen von Kulturgut aufzudecken, diese objektiv einzuordnen und – falls notwendig – faire gemeinsame Lösungen für derartige Fälle zu finden.“

Weitere Informationen: Eine ausführliche Projektdokumentation steht als Hintergrundpapier zur Verfügung.

Kontakt & Informationen Städtische Museen Jena
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