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Was hat Weigel in der Hand?

Beiträge und Gewinner des Ideengewinnspiels im Stadtmuseum Jena

Ideenwettbewerb rund um Erhard Weigels Professorenporträt

Erhard Weigel(1625 -1699), Öl auf Leinwand von Christian Richter, 1655, Kustodie der Universität Jena Erhard Weigel(1625 -1699), Öl auf Leinwand von Christian Richter, 1655 ©Kustodie der Universität Jena

Im Rahmen der Sonderausstellung "Wissenschaft zum Wohle aller! Erhard Weigel zum 400. Geburtstag"  suchten wir im Stadtmuseum Jena nach kreativen, verrückten, wissenschaftlichen oder witzigen Antworten auf die Frage, welcher Art der Gegenstand in Weigels Hand sein könnte. Denn bis heute ist die Frage nach dem Objekt im Porträt von Christian Richter aus dem Jahr 1655 nicht geklärt. 

Im Lauf der Ausstellung erreichten uns zahlreiche kreative und wohlüberlegte Erläuterungen.

Die interessantesten Antworten haben wir hier zusammengestellt.  

Was hat Weigel in der Hand? Das denkt unser Publikum

  Ich denke, dass er eine wollige Filzkappe in der Hand hält, diese Geste war damals ein Ausdruck von Respekt, Zugänglichkeit und Anständigkeit. Ein bildnerischer Ausdruck.   (I.B.)
  Neben vielen Dingen, die ich interessant finde, ist es auch bemerkenswert, dass alle drei Gemälde mit Weigel-Portraits gegenwärtig unter einem Dach zu sehen sind. Insbesondere konnte man sich ohne störende Glasvitrine oder ohne auf nur mangelhafte Reproduktionen angewiesen zu sein, davon überzeugen, dass Weigel auf seinem 1655er Universitätsportrait mit großer Sicherheit seine Hand auf einem Mondmodell liegen hat. Dies war vmtl. aus Pappmaché gemacht und er hat damit vielleicht seinen Studenten anschaulich vorgeführt, wie eine Sonnenfinsternis oder wie eine Mondfinsternis "funktioniert".   (K.H.)
  Ich halte den Gegenstand für einen Schwamm. Erhard Weigel war scheinbar einer der Ersten, der Schiefertafeln verwendet hat. Schwämme waren für Maler damals üblich, und die angedeutete Struktur des Objekts würde zu einem Schwamm passen.   (M.M.)
  Ich sehe da einen wolkenvergangenen Himmel. Er hat als Astronom nach oben geschaut und auf freie Sicht gehofft. Als Wissenschaftler wollte er die Wolken bei Seite schieben, den Himmel lichten und für Klarheit und Erkenntnis sorgen.   (D.H.)
  Vermutlich hat er einen heraldischen Himmelsglobus in der Hand.    (G.W.)
  Vielleicht ruht Erhard Weigels Hand auf der abgetrennten Kopfschwarte einer Schädeldecke eines alten Menschen als Zeichen der Vergänglichkeit? Womöglich befinden sich auch noch einige weiße Haar-Büschel auf der Kopfschwarte?   (Y.M.)
  Wir denken, er hält auf dem Gemälde eine eiserne Himmelskugel in seiner Hand.    (Fam. A.)
  Ich könnte mir vorstellen, das er auf dem Gemälde nach dem „Stein der Weisen“ greift. Er war ja immer ein Suchender, Forschender und hat sich auch mit antiken Quellen beschäftigt. Das Streben nach Wissen zeichnete ihn aus und sicher wollte er das auf „seinem“ Bild auch zum Ausdruck bringen.   (M.S.)
  Nach meiner Überlegung könnte es sich um ein ikonografisches Attribut in Anlehnung an die kirchlichen Heiligenattribute handeln. 
Dort werden ja Gegenstände bestimmten Personen zugeordnet wie z.B. Petrus mit dem Schlüssel, Christopherus mit dem Wanderstab oder Michael im Kampf mit dem Drachen. 
Für Weigel wäre hier passend ihn mit dem "Stein der Weisen" darzustellen, um seine Eigenschaft als Universalgelehrter zu kennzeichnen. Der Stein der Weisen (lateinisch Lapis philosophorum) galt als Inbegriff allen Wissens und aller Wahrheit und würde gut zu Weigel passen, auch sieht der Gegenstand steinartig aus.
  (A.M.)
  Meine Vermutung ist ein in etwa kugelförmiges Bienen- oder Wespennest. Der Gegenstand scheint so weich zu sein, dass er ihn mit der Hand etwas verformen kann und die Insekten schienen ihm Vorbild für die menschliche Gesellschaft zu sein.   (D.B.)
  Mein Tipp, was den Gegenstand auf dem Porträt betrifft, ist wie folgt:
Ein Bügelkissen zum formgerechten ausbügeln von Abnähern. Dieses wird in der Maßschneiderei verwendet. Vielleicht war Weigel ja neben seinen anderen Interessen und Begabungen heimlich auch dem textilen Handwerk zugewandt.
  (C.K.)
  Mein Tipp: ein Anti-Stress-Ball.   (B.H.)

Gewinner der Verlosung

Mit dem Ende der Ausstellungslaufzeit endete am 15. Februar auch der Gewinnspielzeitraum.
Aus allen Teilnehmenden des Ideenwettbewerbs haben wir drei Gewinner ausgelost, die per E-mail benachrichtigt wurden. 

Die Gewinnerinnen und Gewinner erhalten die Publikation "Erhard Weigel. Ein Leben für Wissenschaft und Gemeinwohl" von Stefan Kratochwil (2025). 

Gewonnen haben: Irina Baumann, Yvonne Manger und Béla Hahn. Herzlichen Glückwunsch!

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